
Am Ende blieb es nur ein Traum. Sicherlich war er etwas kühn, doch bei der 8. Deutschen Beachhandball-Meisterschaft in Cuxhaven wäre trotz unserer ersten Teilnahme überhaupt sogar der Meistertitel drin gewesen.
Als Fünfter der Masters-Abschlusstabelle wollten wir diesen guten Platz natürlich auch gerne mit einem entsprechenden Resultat bei der Endrunde bestätigen. Und mit dem tollen siebten Platz haben wir dies sicherlich getan. Zumal uns vorher kaum jemand auf der Rechnung gehabt haben dürfte, was man allein schon daran sah, dass der Centre Court für uns Tabu war und wir all unsere Begegnungen inklusive Viertelfinale auf den Außenplätzen absolvieren mussten. Schon die Märsche zwischen den Partien zu unseren Plätzen waren körperliche Hochleistungen.
Trotzdem bestritten wir die Vorrunde mehr als souverän. Fast pünktlich am Samstagmorgen um 9 Uhr wurde die erste Begegnung gegen das leicht favorisierte
Team Apfel Hahlen, das in der Masters-Abschlusstabelle einen Platz vor uns lag, angepfiffen. Und obwohl unser "fliegender Torwart" Benny noch im Stau stand, überstanden wir die erste Halbzeit mit Bravour und gewannen sie mit 13:7. In der zweiten Hälfte wurde es spannend, und am Ende hatten wir leider mit 11:12 das Nachsehen. Doch das Shootout hatte sich im Laufe der Mastersserie von unserer Schwäche zur Stärke entwickelt. Deutlich entschieden wir das Penalty-Werfen mit 6:1 für uns. Der erste Sieg!
Im zweiten Spiel gegen
Chaoten Power Pforzheim legten wir wieder in der ersten Halbzeit vor, die wir mit 13:6 für uns entscheiden konnten. Zwar wurde es auch diesmal in der zweiten Hälfte am Ende noch einmal eng, doch die Nerven hielten und wir behielten schließlich mit 23:21 die Oberhand. Zweiter Sieg!
Es folgte die Partie gegen den amtierenden Deutschen Meister
Nacken 3,50 Stemmer. Und unser Respekt vor dieser Mannschaft war offensichtlich so groß, dass wir die erste Halbzeit komplett abschenkten. Bereits nach fünf Minuten war die Partie entschieden. Am Ende stand ein überdeutliches 24:6 für den Titelverteidiger zu Buche. Doch wir gaben das Spiel längst nicht verloren und kämpften uns zurück. Mit einer starken Leistung entschieden wir den zweiten Spielabschnitt für uns und retteten uns ins Shootout. Und auch in diesem zweiten Penalty-Schießen war das Glück auf unserer Seite. Mit 4:3 hatten wir schließlich die Nase vorn. Dritter Sieg im dritten Spiel!
In der vierten Begegnung trafen wir auf das
XUXU Beach Team Wesel. Und wieder verschliefen wir die ersten zehn Minuten. 19:13 hieß es beim Pausenpfiff für unseren Gegner. Erneut bewiesen wir Moral und entschieden die zweite Hälfte mit 20:17 für uns. Und vor dem Shootout hatten war natürlich inzwischen überhaupt keine Angst mehr. Auch das dritte Penalty-Werfen der Vorrunde ging an uns. 6:4 hieß es am Ende. Vierter Sieg!
In der letzten Vorrundenpartie kam es somit zum "Endspiel" um den Gruppensieg zwischen den beiden bis dato ungeschlagenen Teams vom Veranstalter
TSV Altenwalde und uns. Mit der nötigen Portion Respekt gingen wir ins Rennen. Dass wir am Ende nach unseren drei Shootout-Siegen gerade diese Partie deutlich mit 2:0 gewinnen würden, hatte sicherlich keiner erwartet. Doch beide Halbzeiten in der etwas zerfahrenen Begegnung gingen in der Tat an uns, die erste mit 22:16, die zweite mit 21:16. Fünfter Sieg im fünften Spiel! Ungeschlagener Gruppensieger!
Nachdem wir diesen schon großen Erfolg am Abend ausgelassen gefeiert hatten, trafen wir am Sonntagmorgen um 10 Uhr im Achtelfinale auf den Gruppenvierten aus Gruppe 4, die
Beach Buffies aus
Lemgo. Bereits dreimal waren wir in dieser Saison auf das Team gestoßen. Zwei Spiele hatten wir für uns entscheiden können, nur in der Vorrunde in Travemünde hatte es Ende Juni eine Niederlage gegeben. In der ersten Halbzeit zeigten wir uns von unserer besten Seite und entschieden sie nach einer wirklich überzeugenden Leistung mit 16:7 für uns. In Halbzeit zwei drehte jedoch unser Gegner noch einmal auf und lag am Ende verdient mit 16:12 vorn. Wir mussten also erneut ins Shootout. Und erneut waren wir nicht zu bezwingen. Mit 6:1 ging das Penalty-Werfen deutlich an uns, und wir feierten den Einzug unter die letzten Acht.
Dort erwiesen sich die
Lehre Storks als der erwartet schwere Brocken. Leider kam auf unserer Seite auch noch Pech dazu. Nachdem sich in den ersten Minuten eine wahre Abwehrschlacht entwickelt hatte, verletzte sich unser "fliegender Torhüter" und Haupttorschütze Benny ohne Einwirkung des Gegners am Knie und musste per Krankenwagen abtransportiert werden. Zum "Glück" wurde später im Krankenhaus festgestellt, dass das Kreuzband nicht in Mitleidenschaft geraten war. Doch der Meniskus ist leider durch. Auf diesem Wege noch einmal gute Besserung! Der Rest der Partie geriet dadurch etwas zur Nebensache. Trotz des Ausfalls hatten wir durchaus unsere Möglichkeiten, vor allem in Halbzeit zwei, als wir 15 Sekunden vor Schluss bei zwei Punkten Rückstand unerwartet noch einmal in Ballbesitz kamen. Doch es sollte nicht sein. Wir vertendelten die Kugel, und mit dem Schlusspfiff gelang den Storks der entscheidende Treffer. Das 0:2 (10:14, 18:21) bedeutete das Aus.
Die Plätze 5-8 wurden dann nur noch im Shootout ausgespielt. Gegen die
Sunblockers Hattingen, unseren Finalgegner aus Bergkamen, hatten wir leider zum ersten Mal bei der DM mit 2:5 deutlich das Nachsehen. Das Penalty-Werfen um Platz sieben gegen unseren Vorrundengegner
TSV Altenwalde entschieden wir dann aber wieder mit 7:6 denkbar knapp für uns.
Den Meistertitel holten sich durch einen 2:1-Sieg (5:4, 15:17, 5:0) in einem leider äußerst niveauarmen Finale das
RSZ Handballakademie Göppingen gegen die Lehre Storks. Bei den Frauen gewann wie erwartet Seriensieger
Sandgirls Dortmund in der Neuauflage des Finals von 2005 gegen die Flying Kangaroos Berlin mit 2:0 (13:12, 19:17).
Abschlusstabelle Männer:
1. RSZ Handballakademie Göppingen
2. Lehre Storks
3. Blocksport Beach Boys Köln
4. Sandfüchse Tetenhusen
5. Sunblockers Hattingen
6. Dönerschefs Hamburg
7. De Sierra Sombreros Hamburg
8. TSV Altenwalde
9. XUXU Beach-Team Wesel
10. Sandhüpfer Oberursel
11. Sand Devils Minden
12. Team Apfel Hahlen
13. The Sandman´s Leverkusen
14. Beach Buffies Lemgo
15. Beach Boys Kassel
16. Blocksport Beach Boys Leverkusen
17. Nacken 3,50 Stemmer [TV]
18. Isotopes Kassel
19. Aldner Altenheim
20. JST Diginights Göppingen
21. Team Titz
22. Havana Beach Club Minden
23. Freunde der Sonne Hamburg
24. Chaoten Power Pforzheim
Abschlusstabelle Frauen:
1. Sandgirls Dortmund [TV]
2. Flying Kangaroos Berlin
3. Taekwondodos Auerbach
4. SandSieBall Köln
5. Blues Sisters Kassel
6. Kölscher Klüngel
7. XXS-Team Bremen
8. HopHopRinInKopp Strombach
9. Wattwürmchen Hamm
10. MTV Wisch
11. Bumblebee Wildeshausen
12. Just-4-Fun Baunatal
13. Sandschicksen Verl
14. Beach Bunch Berlin
15. Caipiranhas Erlangen
16. Horny Hornets Minden
17. Feuerquallen Koblenz
18. Sandziegen Köln
19. XUXU Beach-Team Wesel
20. Sol Sisters Bremen
21. Beach Bunnys Minden
22. Nordis in Nature Kassel
23. Sandteufel Köln
24. Spluerlekørb Minden